In der nebenstehenden Abbildung sieht man deutlich, dass das helle
Gelb auf dem schwarzen Untergrund nach vorne zu kommen scheint, und dass
das Violett in der Tiefe des schwarzen Untergrundes schwebt.
Beim weißen Hintergrund ändert sich die Tiefenwirkung:
Das Violett scheint nach vorne zu kommen, während nun das helle Gelb vom
Weiß zurückgehalten wird.
Kalte und warme Farbtöne verhalten sich bei gleicher
Helligkeit so, dass die warmen Töne nach vorne kommen und die kalten
Töne nach hinten fallen.
Beim Qualitätskontrast ergibt sich folgende Tiefenwirkung:
Ein leuchtender Farbton tritt gegenüber einer gleich hellen, weniger
gesättigten Farbe in den Vordergrund.
Expressive Farbwirkung
Darunter versteht man die Stellung einer Farbe zu einer weiteren
Farbe oder zur Totalität aller anderen Farben.
Jede Farbe wird subjektiv empfunden und muss in ihrem Zusammenhang
gesehen werden. So erscheint das Blau des Himmels bei Sonne aktiv und
lebendig, während das blaue Mondlicht kalt und leblos wirkt.
Man kann also nicht von "Blau" per se sprechen
ohne eine weitere Farbtonbezeichnung (z.B. Kobaltblau) zu nennen und
ohne die Korrelation zu einer anderen Farbe zu kennen.
Impressive Farbwirkung
Physikalisch gesehen sind alle Gegenstände farblos. Ihre farbige
Erscheinung erhalten sie durch Reflektion von Teilen des auftreffenden
Lichts. Je nachdem welche Farbe nun das Licht besitzt, erscheint ein und
dasselbe Objekt in verschiedenen Farbtönen.